2017 im Interwiew mit Monika Herrmann

 

Denken neu lenken  Antje Remke ist Coach, Projektleiterin und Sozialarbeiterin. Mit immer neuen Ideen von Monika Herrmann www.die–kirche.de  Nr. 1, 2017

 

die kirche 

Wenn sie von ihrer vielseitigen Arbeit berichtet, leuchten ihre Augen und Antje Remke kann kaum aufhören mit dem Erzählen. „Mein Leben besteht aus vielen Facetten“,  sagt sie. Ich arbeite als Coach, Trainerin, Sozialarbeiterin, Vernetzerin und bin Mutter von zwei heranwachsenden Kindern.“ Soll heißen. Genug zu tun hat sie.

Als Krankenschwester kam Antje Remke kurz nach der friedlichen Revolution nach Berlin. Sie studierte Sozialarbeit und bekam eine Stelle als Sozialarbeiterin im Ökumenischen Frauenzentrum Evas Arche in Berlin Mitte. Dafür bin ich dankbar, weil ich dort von Anfang an viel ausprobieren, mitgestalten und mit meinen Ideen wachsen konnte“, resümiert sie. Konkret: Antje Remke konnte sich entfalten und mit ihren Angeboten zahlreichen Frauen weiterhelfen. Das macht sie noch immer. Helfen durch Zuhören auf Augenhöhe, genaues Nachfragen, Vermittlung von Kontakten- ein Konzept, das aufgeht.

Inzwischen hat sie sich unter dem Motto „Denken neu lenken“ als Coach selbständig gemacht. Neben der eigenen Praxis in Pankow ist sie inzwischen berlinweit für verschiedene Auftraggeber unterwegs. Evas Arche ist sie aber treu geblieben. Regelmäßig bietet antje Remke dort weiterhin ganz unterschiedliche Veranstaltungen an. Die kommen gut an. „Ich merke, dass die Besucherinnen des Frauenzentrums sich freuen, wenn sie ihre Probleme mal in Ruhe abladen können und Hilfe bekommen. In Beratungsgesprächen, bei Workshops und Fortbildungen trifft sie auf Frauen, die zugeben, dass sie Unterstützung brauchen und bereit sind, diese dann auch anzunehmen. Das ist viel wert. Antje Remke ermutigt beruflich und privat seit vielen Jahren, das Denken immer wieder neu zu lenken, sozusagen in andere Richtungen. „Lösungen werden leichter gefunden, “  sagt sie und erzählt von den Veränderungen etwa bei jungen Müttern, die ihre Kinder allein erziehen, bei Angestellten, Arbeitslosen oder Frauen, die ein Unternehmen leiten.“Ich freue mich immer , wenn meine Fragen etwas auslösen und verändern. Wenn sich etwa meine Gesprächspartner etwa daran erinnern, was sie gut können und gern machen würden.  Oder sie finden eine Idee für den nächsten Schritt, der etwas ändert.“

Bei aller Vielfalt findet Antje Remke immer wieder Ideen, die sie gern umsetzt. „Ich denke sehr gern quer und vernetze unterschiedliche Welter. Unternehmerinnen, die sich seit 3 Jahren zum Frühstück in Evas Arche treffen, schätzen die offene Atmosphäre, in der sie sich darstellen können, aber auch die Möglichkeit für Fragen und Probleme der Selbständigkeit haben.“ Oft werden dort Erfahrungen bereitwillig untereinander ausgetauscht. Einige gemeinsame Projekte seine so entstanden, erzählt Antje Remke, und berichtet gleich noch von einem weiteren Projekt, in dem allein erziehende Mütter eine berufliche Neuorientierung suchen und von ihre beraten werden.

So geht das, wenn sich Antje Remke stark macht für andere. Und schon hat sie ein neues Projekt im Visier. Jobcoaching heißt es, und klingt vielversprechend (Anmerkung seit 2015). „Mal sehen   , wie es weitergeht mit dem Denken neu lenken“, fragt  sie   und muss dann auch los. Ein Coachingtermin.